Erkrankungen des Verdauungstraktes

Vom Maul bis zum Darmausgang

Unter dem Verdauungstrakt versteht man zusammenfassend alle Organe oder Organsysteme, die an der Aufnahme, der Zerkleinerung, dem Weitertransport und der Verarbeitung sowie der Nährstoffaufnahme von Nahrung beteiligt sind. Dies umfasst also den gesamten Weg vom Maul bis zum Darmausgang. 

Erkrankungen des Verdauungstraktes sind vielseitig und führen zu mehr oder weniger offensichtlichen Beschwerden.

Zahnerkrankung: FORL

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FORL ist die Abkürzung für 'Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen'. Es handelt sich um eine massiv schmerzhafte Zahnerkrankung, die oft nicht erkannt wird, wenn der Zustand des Gebisses nur durch bloße Inaugenscheinnahme erfolgt . Der für diese Erkrankung typische Zersetzungprozess der Zähne vollzieht sich nicht nur offensichtlich im Bereich der Zahnkronen, sondern auch unerkannt an den Zahnwurzeln, was ein dentales Röntgen bei einem Facharzt für Zahnheilkunde aufdeckt. Inzwischen ist jede 2. Katze ab dem 5. Lebensjahr von FORL betroffen. Heilpraktisch gibt es keinen Behandlungsansatz - die Diagnostik und Behandlung der Zähne obliegt allein dem Tierarzt.

Meine Unterstützung:
Aufgrund meiner absolvierten tierärztlichen Fachfortbildungen bin ich in der Lage, meine Kunden adäquat und detailliert rund um die tierzahnärztliche Behandlung aufzuklären. Für die Voruntersuchung, das Dentalröntgen und eine evtl. folgende Operation bereite ich meine Patienten mit einer Regulationsbehandlung so vor, dass sogar alte und vorerkrankte Katzen gut durch diese Behandlung kommen können. Mir ist das Thema sehr wichtig, weil Katzen unter dieser Zahnerkrankung so sehr leiden, dass sich sekundäre, stressbedingte Erkrankungen einstellen können. 

Magenerkrankungen

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Erkrankungen der Leber/Gallen-
blase/Bauchspeicheldrüse

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Die Basis der Gesundheit: DER DARM 

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Der Darm ist die Wiege der Gesundheit. Leider wird ihm viel zu wenig Bedeutung geschenkt, weil seine Aufgaben und die Auswirkungen seiner Tätigkeiten den meisten Menschen weitestgehend unbekannt sind. Die meisten Tierhalter:innen glauben, dass eine regelmäßige Entwurmung und/oder Kotuntersuchung auf Parasiten ausreichend ist. Es ist ganz sicher ein guter Ansatz darauf zu achten, ein Tier parasitenfrei zu halten, aber dies ist nur ein Teil der Darmgesundheit. 

Der Darm ist ein sehr feines und empfindliches System, in der die Gesamtheit der enthaltenen Bakterien miteinander kooperieren und ihre Aufgaben erfüllen. Sie benötigen eine gesunde Umgebung, um existieren und sich vermehren zu können und im mengenmäßigen Gleichgewicht zu bleiben. Hierbei ist u. a. entscheidend, wie es um den ph-Wert und die Darmschleimhäute bestellt ist. Nur wenn alle Bedingungen stimmen, ist die Darmgesundheit gegeben. 

Eine falsche Ernährung, Medikamentengaben (z. B. Antibotika, Magenarzneien etc.) und Parasitenbefälle können dieses Gefüge schnell aus dem Gleichgewicht kippen. Wenn es im Darm nicht stimmt, stimmt es irgendwann auch nicht mehr mit der Gesamtgesundheit und es stellen sich Symptome und Erkrankungen ein. Wer denkt schon daran, dass Haut- und Fellprobleme evtl. im Verdauungstrakt ihre Ursache haben oder dass ein Magenproblem, eine Bauchspeichedrüsenentzündung oder Blasenentzündung im Zusammenhang mit dem Darm stehen könnten? 

Ich lege sehr viel Wert auf eine gute Labordiagnostik. Mittels Kotuntersuchung lassen sich viele Parameter festlegen, die einen Rückschluss auf das Darmgeschehen geben: Untersuchungen der Kotflora (Bakterien, Pilze und ph-Wert), Verdauungsparameter, Infektionserreger, Parasitosen, Gastritiserreger (Helicobacter pylori), Gallensäurenverlust, lokaler Immunstatus, Entzündungsmarker und nicht zuletzt die Darmschleimhautmarker bringen Erkenntnisse über das ursächliche Geschehen. Ist die Kotuntersuchung durchgeführt (die dafür nötigen Materialien zur Einsendung ins Labor erhalten Sie von mir) und liegt der Laborbefund vor, erstelle ich eine mehrwöchige Darmbehandlung mit naturheilkundlichen Mitteln und Nahrungsergänzungsmitteln (unter Berücksichtigung des geltenden Tierarzneimittelgesetzes). Bitte sprechen Sie mich an. 

Hinweis: Als selbst betroffene Halterin möchte ich insbesondere Halter:innen mit viruserkrankten Katzen - Katzenschnupfen, Felines Leukämievirus (FeLV/Leukose), Felines Immundefizienzvirus (FIV/Katzenaids) etc. - ansprechen. Nichts ist wichtiger für diese Tiere als ein funktionstüchtiges Immunsystem, dessen Basis eine gute Darmgesundheit ist. Man sollte  nicht warten, bis die Katzen Krankheitsymptome zeigen, sondern sich auch schon in Zeiten vermeindlich guter Gesundheit einen Überblick über das Geschehen im Darm verschaffen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich in den letzten Jahren lediglich einen einzigen Kater erlebte, der über ein gesundes Darmmilieu verfügte. Alle anderen Tiere hatten ausnahmslos ein mehr oder weniger stark verschobenes Mikrobiom.

Meine Lilly, die mit dem Felinen Leukämievirus und auch mit Mykoplasma felis infiziert ist, erhält als Wohnungskatze neben einer gesunden Ernährung zweimal jährlich eine parasitologische Kotuntersuchung und alle zwei Jahre eine Untersuchung der Darmbakterien etc., um zu versuchen, durch eine gute Darmgesundheit das Immunsystem funktionstüchtig zu halten und damit das FeLVirus bestmöglich am Ausbruch zu hindern.