Bertie: Schnelle Hilfe für einen kleinen Kater

An einem Freitagsnachmittag erreichte mich der schriftliche Hilferuf von Berties Pflegefrauchen. Bertie – ein Katzenkind von 8 Wochen – hatte seit einigen Tagen hochgradig Fieber (40 Grad) und Schnupfen. Er war sehr abgeschlagen und schlief nur noch – der Infekt wollte nicht weichen. Berties Lebenskraft war enorm geschwächt. 

 

Bertie war aus einer anderen Pflegestelle übernommen worden. Lt. Tierarzt sollte der Kleine eigentlich gesund sein. Der arme Winzling hatte schon einige Gewaltmedikamentationen hinter sich. Mir wird es ein ewiges Rätsel bleiben, wieso manche Tierärzte Antibiotikum, Antiparasitika und Impfungen kurz hintereinander oder sogar alles zusammen am gleichen Tag verabreichen. Jedes für sich ist ein massiver Eingriff in den Organismus, aber alle zusammen sind ein Gewaltakt ☹ Jedenfalls war Berties Immunsystem nun in die Knie gegangen und es ging ihm überhaupt nicht gut. Berties Pflegefrauchen wollte ihm nach der Übernahme in ihre Pflegestelle nicht noch eine weitere Behandlung beim TA zumuten und meldete sich bei mir. 

 

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten schritt ich sofort zur Tat, denn mir war klar, dass man bei so einem jungen Kätzchen sehr aufpassen und schnell handeln musste. Ich rief Berties Frauchen sofort an und wir sprachen ausführlich und ich verordnete eine homöopathische Arznei für Berties Immunsystem, das noch am gleichen Tag in der Apotheke besorgt wurde. Ich verordnete gleich auch noch eine Arznei für Katze Ninni, die seit längerer Zeit eine Blasenentzündung hatte. Sie pinkelte seit Monaten blutigen Urin und die tierärztliche Behandlung, die aus Antibiotikum bestand hatte (selbstverständlich) nichts gebracht. 

 

Am späten Freitagabend bekam ich die erbetene Nachricht, dass es Bertie nach zweimaliger Eingabe der Arznei ein bisschen besser ging. Er hatte noch erhöhte Temperatur, aber nicht mehr so, wie in den letzten Tagen. Er hatte sogar kurz gespielt, war dann aber wieder ermattet eingeschlafen. Wir hofften, dass sich sein Immunsystem langsam gegen den Infekt zur Wehr setzen konnte. 

 

Am nächsten Tag (Samstagfrüh) erhielt ich folgende Nachricht: „Dem kleinen Bertie geht es schon viel besser. Das Fieber ist deutlich runtergegangen und er ist wieder viel aktiver. Er spielt und ist länger wach.“ Ich riet, mit dem verordneten Mittel weiterzumachen. Samstagabend hatte Bertie dann einen Einbruch und man machte sich ziemliche Sorgen. Diese Krise überwand er aber und ab dem nächsten Tag ging es steil bergauf mit seinem Befinden. Auch bei der Blasentzündungskatze Ninni gab es positive Nachrichten: Sie setzte keinen blutigen Urin mehr ab und suchte auch wieder mehr die Nähe zu ihren Menschen. 

 

Ich sag es ja immer wieder: Die Lösung KANN so einfach sein. 


© Marion Frömming 

Tierheilpraktikerin 

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